Handwerkzeuge, Maschinen und Montagezubehör für SHK-Profis Sortiment

Werkzeug & Zubehör

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Die Kategorie Werkzeug & Zubehör umfasst Handwerkzeuge, Maschinen, Messtechnik und praktisches Montagezubehör für den SHK-Alltag. Sie richtet sich an Installateure, Heizungsbauer und Wiederverkäufer in Rheinbach, der Voreifel und im Rhein-Sieg-Kreis – das passende Werkzeug für jede Arbeit auf der Baustelle.

Produktarten & Sortiment

Das Werkzeugsortiment gliedert sich nach dem Arbeitsschritt: trennen und vorbereiten, verbinden, befestigen, messen und in Betrieb nehmen. Ein Teil davon ist frei wählbar – bei Zangen und Schlüsseln entscheidet die Vorliebe des Monteurs. Beim Presswerkzeug hingegen ist die Wahl an das Rohrsystem gebunden. Zur Kategorie gehören unter anderem:

Bei der Presstechnik läuft die Auswahl über die Kontur. Verbreitet sind unter anderem TH, U, H/B, M und V; die Ziffer dahinter bezeichnet den Rohrdurchmesser. Die Backe erzeugt beim Pressen genau die Kontur, auf die das Dichtelement des Fittings ausgelegt ist – Backe, Maschine und Fittingsystem gehören deshalb zusammen und werden vom Hersteller als Einheit freigegeben. Passende Fittings und Rohre führen wir unter Rohre, Muffen & Fittings.

Typische Anwendungen im SHK-Alltag

Vom täglichen Installations- und Montageeinsatz über Press- und Trennarbeiten bis zur Inbetriebnahme und Messung – wir führen das Werkzeug, das SHK-Profis im Arbeitsalltag brauchen, in handwerksgerechter Qualität. Zwei Arbeitsschritte entscheiden dabei überproportional über das Ergebnis: das Vorbereiten des Rohrendes und die Prüfung vor der Übergabe.

Beim Trennen zählt nicht das Werkzeug, sondern das Ergebnis: ein rechtwinkliger, gratfreier Schnitt. Schräge Kanten und stehen gebliebene Grate können beim Einschieben in den Fitting die Dichtelemente verletzen, Späne im Rohrinneren erzeugen Verwirbelungen. Bei Verbundrohr kommt das Kalibrieren hinzu – das Rohrende wird wieder rundgeformt und dabei innen wie außen mit einer umlaufenden Fase versehen, bevor der Fitting aufgeschoben wird.

Bei der Messtechnik ist die Dichtheitsprüfung der Standardfall. DIN EN 806-4 lässt dafür Wasser ebenso zu wie ölfreie Druckluft oder Inertgas; die praktische Durchführung konkretisiert das ZVSHK-Merkblatt. Für die Dichtheitsprüfung mit Druckluft ist ein Prüfdruck von 150 mbar üblich, die Belastungsprüfung wird nach Nennweite gestaffelt gefahren – bis DN 50 mit höherem Druck als darüber. Dazu kommen im Alltag Messungen an Druck, Temperatur und Abgas.

Qualität & Beratung

Wir führen Marken-Werkzeug etablierter Hersteller und legen Wert auf robuste, langlebige Qualität. Bei Maschinen gehört die Instandhaltung zur Auswahl dazu: Für Pressmaschinen gibt es keinen herstellerübergreifenden Wartungsturnus – maßgeblich sind die Vorgabe des Herstellers und die Zahl der Presszyklen. Netz- und akkubetriebene Geräte fallen zusätzlich unter die Prüfpflicht nach DGUV Vorschrift 3; Reparatur und Prüfung organisieren wir über die Kategorie Elektrowerkzeug – Reparatur & Prüfung. Welches Werkzeug für Ihre Anwendung das richtige ist, klären wir gern persönlich – sprechen Sie uns an.

Häufige Fragen

Wie oft muss eine Pressmaschine gewartet werden?

Einen branchenweit einheitlichen Turnus gibt es nicht. Maßgeblich ist die Herstellervorgabe, die sich in der Regel an Einsatzdauer und Presszyklenzahl orientiert; die Intervalle unterscheiden sich je nach Fabrikat erheblich. Als übergeordneter Rahmen für Inspektion, Wartung und Instandsetzung dient DIN 31051. Die Sichtprüfung vor dem Einsatz ersetzt die Wartung nicht – bei netz- oder akkubetriebenen Maschinen kommt die Prüfpflicht nach DGUV Vorschrift 3 hinzu.

Dichtheitsprüfung mit Wasser oder mit Druckluft?

Das hängt davon ab, wann die Anlage in Betrieb geht. Die Prüfung mit ölfreier Druckluft oder Inertgas ist vorzuziehen, wenn eine längere Standzeit zu erwarten ist – besonders bei Umgebungstemperaturen über 25 °C – sowie bei Frostgefahr, weil stehendes Wasser hygienisch kritisch wird. Eine Wasserprüfung ist vertretbar, wenn bis zur Inbetriebnahme spätestens alle 72 Stunden ein Wasseraustausch sichergestellt ist. Wer das nicht zusagen kann, prüft besser trocken.

Muss ich mein Abgasmessgerät auch dann prüfen lassen, wenn ich es selten nutze?

Ja. Für Messgeräte, die für Messungen nach der 1. BImSchV eingesetzt werden, ist eine halbjährliche Überprüfung durch eine dafür bekannt gegebene Prüfstelle vorgeschrieben – unabhängig von der Nutzungshäufigkeit. Diese Pflicht gilt speziell für diese Gerätekategorie und lässt sich nicht auf andere Handmessgeräte übertragen.

Gibt es feste Kalibrierintervalle für Messgeräte im Handwerk?

Ein pauschales gesetzliches Intervall für jedes Handmessgerät gibt es nicht. Für Mess- und Prüfmittel, mit denen andere Arbeitsmittel geprüft werden, sind Intervalle von ein bis drei Jahren üblich, je nach Einsatz- und Umgebungsbedingungen; Rechtsgrundlage ist die Betriebssicherheitsverordnung. Festgelegt wird das Intervall über die Gefährdungsbeurteilung – abweichend von Herstellerempfehlungen nur mit Begründung.

Müssen Leitern jährlich geprüft werden?

Eine pauschale gesetzliche Jahresfrist existiert nicht – das ist ein verbreiteter Irrtum. Leitern sind Arbeitsmittel nach Betriebssicherheitsverordnung; Art, Umfang und Frist der Prüfung legt der Unternehmer über die Gefährdungsbeurteilung fest, anhand von Nutzungshäufigkeit, Beanspruchung und früheren Mängeln. Prüfen muss eine befähigte Person. Dokumentiert werden sollte beides – die Festlegung und die Prüfung.

Die Antworten in diesem Abschnitt stammen aus der Beratungspraxis von Holger Lenau, SHK-Großhandel in Rheinbach – seit 1986.