Mineralwolle-Rohrschalen für die technische Isolierung haustechnischer Anlagen Sortiment

Technische Isolierung für die Haustechnik

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Die technische Isolierung für die Haustechnik umfasst Rohrschalen und Dämmungen aus Mineralwolle (Steinwolle) für den Wärme-, Kälte- und Brandschutz an haustechnischen Anlagen. Sie richtet sich an SHK-Betriebe, Anlagen- und Heizungsbauer in Rheinbach, der Voreifel und im Rhein-Sieg-Kreis.

Produktarten & Sortiment

Technische Isolierung wird nach der Schutzaufgabe ausgewählt, nicht nach dem Rohr: Wärmedämmung an warmgehenden Leitungen, Kältedämmung mit Dampfsperre an kalt geführten und Brandschutz an Durchführungen durch klassifizierte Bauteile. Für jede dieser drei Aufgaben gibt es eine eigene Produktlinie – sie sind nicht gegeneinander austauschbar. Typische Bauformen und Produkte dieser Kategorie:

Die Maße folgen den Rohrnormmaßen: Rohrschalen beginnen bei 15 mm Innendurchmesser und staffeln sich entlang der Kupferrohrreihe – 15, 18, 22, 28, 35, 42, 48, 54 mm und weiter. Beim Dämmdickenraster hat sich herstellerübergreifend die Stufung 20/30/40/50/60/70/80/100 mm eingespielt. Bei der Schalenlänge existieren zwei Marktstandards nebeneinander, 1 m und 1,2 m – ein Punkt, der beim Mengenermitteln gern untergeht. Ebene Dämmplatten und Filze für Bauteile im Hochbau – Wände, Decken, Dächer – führen wir getrennt davon in der Kategorie Dämmstoffe.

Typische Anwendungen im SHK-Alltag

Im SHK-Alltag senkt die technische Isolierung Wärmeverluste an Heizungs- und Warmwasserleitungen – abhängig von Anwendung und GEG-Vorgaben –, schützt kalt geführte Leitungen mit einer Dampfsperre vor Tauwasser und schottet im vorbeugenden Brandschutz Rohrdurchführungen ab. Steinwolle ist nichtbrennbar und temperaturbeständig und daher für haustechnische Anlagen mit Brand- oder Kälteschutzanforderungen gut geeignet.

Bei der Wärmedämmung gibt Anlage 8 des GEG die Mindestdicken vor, gestaffelt nach Innendurchmesser und bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m·K). Praxisrelevant sind vor allem die Abweichungen davon: An Durchbrüchen, Kreuzungen und Armaturen genügt die halbe Dicke, bei Leitungen mit Außenluftkontakt ist die doppelte gefordert.

Die Kältedämmung ist der anspruchsvollere Fall. Liegt die Rohroberfläche unter der Taupunkttemperatur, wandert Wasserdampf von außen zur kalten Fläche; hält die Dampfsperre das nicht auf, folgen Durchfeuchtung, steigende Wärmeleitfähigkeit und Korrosion unter der Dämmung. Die kritischen Punkte sind dabei selten die geraden Strecken, sondern Rohrhalterungen, Ventile, Abzweige und Formstücke.

Im Brandschutz geht es um Durchführungen. Durchdringt eine Leitung ein raumabschließendes, feuerwiderstandsfähiges Bauteil, verlangt die Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie grundsätzlich eine klassifizierte, geprüfte Abschottung – normale Dämmung genügt an dieser Stelle nicht. Brennbare Rohre brauchen dafür aufschäumende Manschetten, die den Querschnitt beim Wegschmelzen des Rohres verschließen.

Marken & Qualität

Bei der technischen Isolierung setzen wir auf Markenware von Rockwool: alukaschierte Steinwolle-Rohrschalen für die Wärmedämmung nach GEG, das Teclit-System für die Kältedämmung – nichtbrennbar eingestuft und mit dampfdichter Kaschierung – sowie Conlit-Rohrschalen für den vorbeugenden Brandschutz, klassifiziert in den Feuerwiderstandsklassen R 30 bis R 120. Maßgeblich für den konkreten Einbaufall bleiben Zulassung und Verarbeitungsanleitung des jeweiligen Systems. Eine Übersicht unserer weiteren Marken und Lieferanten finden Sie auf der Startseite.

Häufige Fragen

Wo lässt das GEG geringere Dämmdicken zu – und wo verlangt es mehr?

Die halbe Mindestdicke genügt an Wand- und Deckendurchbrüchen, an Kreuzungen und Verbindungsstellen sowie an Armaturen. Umgekehrt ist die doppelte Dicke gefordert, wenn die Leitung an Außenluft grenzt. Im Fußbodenaufbau zwischen beheizten Räumen sinkt die Anforderung deutlich, und kurze Stichleitungen unterhalb eines geringen Leitungsvolumens sind ausgenommen. Die im Handel übliche Kennzeichnung „100 % GEG" oder „50 % GEG" ist Branchenjargon und steht so nicht im Gesetzestext – verbindlich sind Anlage 8 und das Produktdatenblatt.

Wann braucht eine Rohrdurchführung eine zertifizierte Abschottung?

Sobald die Leitung ein raumabschließendes Bauteil mit Feuerwiderstand durchdringt, also die Grenze zwischen zwei Brandabschnitten. Dann ist eine geprüfte, klassifizierte Abschottung erforderlich; nicht zertifizierte Dämmung reicht dort nicht aus, auch wenn sie nichtbrennbar ist. Für einzelne nichtbrennbare Rohre bis rund 160 mm Außendurchmesser sieht die MLAR unter bestimmten Bedingungen eine Erleichterung vor. Läuft die Leitung dagegen nur innerhalb eines Abschnitts, greift die Abschottungspflicht nicht.

In der Ausschreibung steht R 90, im Datenblatt EI 90 – ist das dasselbe?

Nicht ganz. Rohrabschottungen werden in Deutschland national nach DIN 4102-11 in R-Klassen klassifiziert, europäisch dagegen nach EN 1366-3 beziehungsweise EN 13501-2 in EI-Klassen; beide Systeme laufen parallel. Die Buchstaben stehen dabei für unterschiedliche Kriterien – E für den Raumabschluss, I für die Begrenzung der Temperatur auf der feuerabgewandten Seite. Welche Klassifizierung gilt, ergibt sich aus dem Verwendbarkeitsnachweis des eingesetzten Systems, nicht aus einer Umrechnung.

Warum ist bei der Kältedämmung die Dampfsperre wichtiger als die Dämmdicke?

Weil eine undichte Dampfsperre die Dämmung von innen heraus entwertet: Eindringende Feuchte erhöht die Wärmeleitfähigkeit, und unter der nassen Dämmung setzt Korrosion an. Die Dicke verhindert die Kondensation an der Oberfläche, die Sperre verhindert sie im Aufbau – beides muss zusammenkommen. Deshalb sind Nahtverklebung, Überlappung und die saubere Ausführung an Halterungen und Armaturen hier keine Kosmetik, sondern die eigentliche Leistung.

Alukaschierte Rohrschale oder flexible Schlauchdämmung?

Das ist eine Abwägung zwischen Brandverhalten und Verarbeitbarkeit. Mineralwolle ist nichtbrennbar und temperaturbeständig, braucht wegen ihrer Feuchteempfindlichkeit aber die Kaschierung als Schutz. Geschlossenzellige Schlauchdämmung kommt ohne Kaschierung aus und ist an engen Radien deutlich leichter zu verlegen, hat beim Brandverhalten jedoch das Nachsehen. Für Kälteanwendungen werden beide Systeme angeboten; die Auswahl richtet sich nach den Anforderungen am Einbauort und der Herstellervorgabe. Flexible PE-Rohrisolierung finden Sie in der Kategorie Isolierung.

Die Antworten in diesem Abschnitt stammen aus der Beratungspraxis von Holger Lenau, SHK-Großhandel in Rheinbach – seit 1986.