Sortiment
Rohre, Muffen & Fittings
Direkt anrufen: 02226 908457Die Kategorie Rohre, Muffen & Fittings umfasst Rohrsysteme und die passenden Verbinder für Heizung, Sanitär und Trinkwasser. Wir führen Kunststoff-, Metall- und Mehrschichtverbundrohre mit dem zugehörigen Fitting-Programm – für SHK-Profis, Installateure und Heizungsbauer in Rheinbach, der Voreifel und im Rhein-Sieg-Kreis.
Produktarten & Sortiment
Rohr und Fitting sind kein loses Paar, sondern ein System: Die Presskontur des Fittings, das Werkzeug und das Rohrmaß gehören zusammen und werden vom Hersteller als Einheit geprüft. Das Mehrschichtverbundrohr bildet dabei den Kern des Sortiments – ein Aufbau aus Kunststoff-Innenrohr, Aluminiumschicht und Kunststoff-Deckschicht. Die Kategorie umfasst:
- Mehrschichtverbundrohr (Aluminium/PE-X) in gängigen Dimensionen.
- Muffen, Bögen und T-Stücke für Abzweige und Richtungswechsel.
- Pressfittings mit Edelstahl-Presshülse.
- Übergänge und Adapter auf andere Systeme und Gewinde.
- Verteiler und Befestigungszubehör.
Der Dimensionsbereich reicht im Verbundrohr von etwa 14 bis 110 mm Außendurchmesser. Gängig sind Kombinationen wie 16 × 2, 26 × 3, 32 × 3 und 40 × 3,5 mm; bei 20 mm unterscheiden sich die Wandstärken je nach System, weshalb hier ein Blick ins Datenblatt vor der Bestellung lohnt. Die Lieferform folgt der Dimension: Kleinere Maße bis etwa 32 mm laufen als Ringware, ab rund 40 mm dominiert Stangenware. Maßgebliche Regelwerke sind DIN 16836 und DIN 16837 für das Rohr sowie EN ISO 21003 für das Rohrleitungssystem im Gebäude.
Typische Anwendungen im SHK-Alltag
Im SHK-Alltag kommen diese Systeme in der Heizungs- und Trinkwasserinstallation sowie für Kühlleitungen zum Einsatz. Die Pressverbindung ist schnell verarbeitet und dauerhaft dicht; Mehrschichtverbundrohre verbinden die Formstabilität von Metall mit der Korrosionsbeständigkeit von Kunststoff. Die Aluminiumschicht bringt einen zweiten Vorteil mit: Das Rohr dehnt sich bei Temperaturwechsel deutlich weniger als reines Kunststoffrohr, was die Halterungsabstände und den Umgang mit Dehnungsbögen entspannt.
Auf der Baustelle entscheidet die Vorbereitung des Rohrendes über die Verbindung. Beim Trennen verformt sich das Rohr leicht oval, und am Schnitt bleiben Grate stehen – beides bringt den O-Ring des Fittings in Bedrängnis. Deshalb wird nach dem rechtwinkligen Schnitt kalibriert und innen wie außen entgratet; erst dann sitzt der Fitting sauber. Fehlt dieser Schritt, zeigt sich das selten sofort, sondern als Druckverlust, Fließgeräusch oder Undichtigkeit nach Monaten. Beim Biegen von Hand gilt als Richtwert ein Mindestradius vom etwa Fünffachen des Außendurchmessers – bei 16 mm also rund 80 mm, bei 26 mm rund 130 mm. Das passende Press-, Trenn- und Kalibrierwerkzeug führen wir in der Kategorie Werkzeug & Zubehör.
In der Trinkwasserinstallation kommt die hygienische Seite dazu. Werkstoffe im Trinkwasserkontakt müssen den Bewertungsgrundlagen des Umweltbundesamtes nach Trinkwasserverordnung genügen; in der Praxis ist die Zertifizierung durch den DVGW das Kennzeichen, an dem sich das im Handel ablesen lässt.
Marken & Qualität
Bei Rohren und Pressfittings setzen wir auf das ZEWO-Metallverbundrohr und das ZEWO-Press-System von Zewotherm – Pressfittings aus Messing mit Edelstahl-Presshülse, DVGW-geprüft für Heizung, Kühlung und Trinkwasser, ausgelegt auf die TH-Kontur. Das Metallverbundrohr ist fünfschichtig aufgebaut: PE-RT-Basisrohr, Haftschicht, stumpfgeschweißte Aluminium-Sperrschicht, Haftschicht und PE-Deckschicht. Eine Übersicht unserer weiteren Marken und Lieferanten finden Sie auf der Startseite.
Häufige Fragen
Kann ich Pressbacken systemübergreifend einsetzen, wenn der Durchmesser passt?
Nein. Die Backe erzeugt beim Pressen genau die Kontur, auf die das Dichtelement des Fittings ausgelegt ist – passt das Profil nicht exakt, sieht die Verbindung fertig aus, erreicht aber nicht die geforderte Dichtheit und Festigkeit. Der Durchmesser allein sagt darüber nichts aus. Freigaben für mehrere Konturen gibt es, sie müssen aber ausdrücklich vom Systemhersteller erteilt sein; im Zweifel entscheidet dessen Kompatibilitätsliste, nicht die Passform im Werkzeugkoffer.
Welche Presskontur ist bei Verbundrohr üblich?
Für Mehrschichtverbundrohr-Fittings ist in Deutschland die TH-Kontur am weitesten verbreitet – entsprechend gut ist die Werkzeugverfügbarkeit. V- und M-Kontur begegnen einem dagegen überwiegend bei Kupfer- und Edelstahl-Pressfittings. Qualitativ nehmen sich die Konturen nichts; entscheidend ist allein, dass Fitting, Backe und Maschine zusammengehören.
Warum muss Verbundrohr nach dem Trennen kalibriert werden?
Weil der Schnitt das Rohr leicht oval zieht und Grate hinterlässt. Das Kalibrierwerkzeug bringt das Rohrende durch Drehen wieder in Rundform und legt dabei innen und außen eine umlaufende Fase an. Ohne diesen Schritt kann der O-Ring beim Aufschieben verletzt werden oder verrutschen – und Späne im Rohrinneren erzeugen Verwirbelungen. Bei manchen Systemen lässt sich der Fitting unkalibriert erst gar nicht aufstecken, was insofern der freundlichere Fehler ist.
Ist eine unverpresste Verbindung bei der Druckprobe immer erkennbar?
Nicht zwangsläufig – das hängt am Fittingsystem. Moderne Systeme setzen auf das Prinzip „unverpresst undicht": Die nur gesteckte Verbindung tritt bei der Dichtheitsprüfung erkennbar aus und wird erst durch das Verpressen dauerhaft dicht. Bei älteren Systemen ohne diese Auslegung kann eine vergessene Verpressung die Druckprobe unauffällig überstehen und sich erst im Betrieb lösen. Die Prüfung ersetzt deshalb nicht die eigene Kontrolle jeder Verbindung.
Undichte Pressverbindung – nachpressen oder neu setzen?
In der Praxis wird überwiegend dazu geraten, die Stelle herauszuschneiden und neu zu verpressen. Der Pressvorgang ist auf einen einmaligen Umformschritt ausgelegt; ist der Dichtring bereits verschoben oder beschädigt, bringt ein zweiter Pressgang die Verbindung nicht zuverlässig zurück. Verbindlich ist auch hier die Verarbeitungsvorgabe des Systemherstellers.
Die Antworten in diesem Abschnitt stammen aus der Beratungspraxis von Holger Lenau, SHK-Großhandel in Rheinbach – seit 1986.