Dämmplatten und Mineralwolle für den Hochbau Sortiment

Dämmstoffe für Wärme-, Schall- und Brandschutz

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Die Kategorie Dämmstoffe bündelt Dämmplatten und Mineralwolle (Steinwolle) für den Wärme-, Schall- und Brandschutz im Hochbau. Sie richtet sich an SHK- und Bauhandwerk, Installateure und Wiederverkäufer in Rheinbach, der Voreifel und im Rhein-Sieg-Kreis. Während die technische Isolierung an Rohrleitungen sitzt, geht es hier um die Dämmung von Bauteilen wie Wänden, Decken und Dächern – mit nichtbrennbaren, diffusionsoffenen Materialien.

Produktarten & Sortiment

Steinwolle kommt im Hochbau in ebenen Bauformen auf die Baustelle: als formstabile Platte, als Klemmfilz von der Rolle oder als Trittschalldämmung unter den Estrich. Welche Bauform passt, entscheidet weniger der Dämmwert als die Konstruktion – Gefach, Ständerwand oder Fußbodenaufbau. Zur Kategorie gehören unter anderem:

Die Handelsmaße folgen den Bauteilen: Klemmfilz liegt als Rollenware in Bahnenbreiten um 1000 mm und in Dicken von etwa 120 bis 240 mm, gestuft in 20-mm-Schritten. Trennwandplatten sind formatgebunden – verbreitet 1000 × 625 mm, herstellerabhängig auch 1200 × 625 mm – in Dicken ab etwa 40 mm. Trittschallplatten liegen deutlich dünner, üblich sind 13 bis 40 mm. Bei den Wärmeleitstufen ist WLS 035 im Klemmfilz gängig, WLS 040 bei Trennwandplatten.

Typische Anwendungen im SHK-Alltag

Dämmstoffe im Hochbau arbeiten an drei Fronten gleichzeitig: Sie senken den Wärmeverlust über die Gebäudehülle, verbessern den Schallschutz von Trennwänden und Geschossdecken und leisten als nichtbrennbares Material einen Beitrag zum baulichen Brandschutz. Ob eine Maßnahme die energetischen Anforderungen erfüllt, hängt von Anwendung und den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ab.

Beim Wärmeschutz ist die Bauteildicke oft die eigentliche Randbedingung, nicht der Dämmstoff. Im Bestand steht die Sparrenhöhe fest, in der Vorsatzschale der Abstand zur Wand – dort bringt eine niedrigere Wärmeleitstufe bei gleicher Dicke mehr Dämmwirkung. Wichtiger als das letzte Zehntel ist allerdings die lückenlose Verlegung: Klemmfilz wird mit etwa einem Zentimeter Übermaß zugeschnitten, damit er im Gefach klemmt, und verbleibende Fugen werden über die volle Bauteiltiefe geschlossen. Hohlräume an Pfetten, First und Gauben sind der klassische Schwachpunkt.

Beim Brandschutz zählt die Einstufung: Steinwolle ist nichtbrennbar (Euroklasse A1 nach DIN EN 13501-1), der Schmelzpunkt liegt über 1000 °C. Feuchtetechnisch ist sie diffusionsoffen – der Wasserdampfdiffusionswiderstand liegt praktisch bei dem von Luft – und zugleich kapillar inaktiv, nimmt Wasser also nicht von selbst auf. Für den Feuchteschutz der Konstruktion bleibt dennoch die raumseitige Dampfbremse maßgeblich.

Marken & Qualität

Bei den Dämmstoffen setzen wir auf Steinwolle von Rockwool – ein etablierter Hersteller mineralischer Dämmung mit breitem Programm für Wärme-, Schall- und Brandschutz. Maßgeblich für die Auslegung sind die Kennwerte im Datenblatt der jeweiligen Platte: Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit, Brandverhalten nach DIN EN 13501-1 und – bei Trittschalldämmung – die dynamische Steifigkeit. Eine Übersicht unserer weiteren Marken und Lieferanten finden Sie auf der Startseite.

Häufige Fragen

Klemmfilz oder formstabile Platte – wonach entscheiden?

Nach der Konstruktion, nicht nach dem Dämmwert. Zwischen Sparren und in Gefachen hält Klemmfilz allein durch Reibschluss, wenn er mit Übermaß zugeschnitten ist – eine Hilfskonstruktion entfällt. In Ständerwänden und Vorsatzschalen ist die Formstabilität der Platte der Vorteil, weil sie über die Standzeit nicht absackt. Für Trennwandkonstruktionen gibt es beide Bauformen; die Wahl fällt dann über Verarbeitungstempo und Zuschnittverschnitt.

Was bedeutet die Doppelangabe wie 30-2 mm bei Trittschallplatten?

Die erste Zahl ist die Lieferdicke, die zweite die Zusammendrückbarkeit in Millimetern – die Platte baut unter Last also niedriger. Für den Fußbodenaufbau ist die zusammengedrückte Dicke die Rechengröße, nicht die Lieferdicke; wer mit der falschen plant, verliert Aufbauhöhe. Die eigentliche Leistungskennzahl ist die dynamische Steifigkeit: je niedriger, desto besser die Trittschallverbesserung.

Reicht DIN 4109 als Schallschutzniveau im Wohnungsbau?

DIN 4109 legt Mindestanforderungen an den Schallschutz zwischen fremden Räumen fest – sie ist der untere Rand, nicht der Komfortmaßstab. Höherwertiger Schallschutz wird üblicherweise gesondert vereinbart, etwa über die Schallschutzstufen der VDI 4100. Für die Dämmung heißt das: Die Wahl des Materials allein trägt den erhöhten Schallschutz nicht – Flankenübertragung, Entkopplung und Deckenaufbau entscheiden mit.

Warum liegt die Rohrdämmung nicht in dieser Kategorie?

Weil Hochbau- und Anlagendämmung unterschiedlichen Produktnormen folgen: DIN EN 13162 gilt für Mineralwolle im Hochbau und schließt die technische Anlagendämmung ausdrücklich aus, für die DIN EN 14303 einschlägig ist. Praktisch zeigt sich der Unterschied in der Bauform – hier ebene Platten und Filze, dort zylindrische Rohrschalen und Lamellenmatten. Rohrdämmung finden Sie deshalb unter Technische Isolierung Haustechnik und Isolierung.

Die Antworten in diesem Abschnitt stammen aus der Beratungspraxis von Holger Lenau, SHK-Großhandel in Rheinbach – seit 1986.