Sortiment
Isolierung für Heizung und Sanitär
Direkt anrufen: 02226 908457Die Kategorie Isolierung bündelt unser Sortiment an PE-Schaum-Rohrisolierungen, Isolierschläuchen, Dämmplatten und passendem Zubehör für den täglichen Installationsbedarf. Sie richtet sich ausschließlich an SHK-Profis, Installateure und Heizungsbauer in Rheinbach, der Voreifel und im gesamten Rhein-Sieg-Kreis.
Produktarten & Sortiment
Den Kern der Kategorie bildet die Rohrisolierung aus geschlossenzelligem Polyethylen-Schaum (PE) – leicht zu verarbeiten, formstabil und mit niedriger Wärmeleitfähigkeit. Sie kommt als Isolierschlauch auf die Leitung; für Flächen und größere Bauteile gibt es Platten und Matten, für Winkel und Abzweige Formteile. Im Einzelnen führen wir die im SHK-Alltag gebräuchlichen Bauformen:
- Isolierschläuche – angeschlitzt, selbstklebend oder endlos, in gängigen Innendurchmessern und Dämmstärken.
- Dämmplatten und -matten für Flächen und größere Bauteile.
- Bögen, Formteile und Endkappen für saubere Übergänge an Winkeln und Abzweigen.
- Klebstoffe, Klebebänder und Montagezubehör zur sicheren Verarbeitung.
Isolierschläuche werden nach dem Rohraußendurchmesser ausgewählt: Im Heizungs- und Sanitärbau gängig sind Innendurchmesser von etwa 15 mm über 18, 22, 28 und 35 mm bis hinauf zu Verteilerleitungen im dreistelligen Millimeterbereich. Die Dämmstärke wird getrennt davon angegeben und reicht üblicherweise von 9 mm bis 50 mm, mit 13, 20, 25 und 30 mm als den im Alltag am häufigsten nachgefragten Stärken. Stangenware liegt meist in 2-Meter-Längen.
Typische Anwendungen im SHK-Alltag
Rohrisolierung erfüllt in der Installation drei Aufgaben: Sie senkt Wärmeverluste an Heizungs- und Warmwasserleitungen, schützt kalt geführte Leitungen vor Kondensat und entkoppelt Strömungs- und Klopfgeräusche vom Baukörper. Wie deutlich der Effekt ausfällt, hängt von Ausführung, Dämmstärke und Einbausituation ab.
Bei warmgehenden Leitungen ist die Dämmstärke die zentrale Entscheidung. Sie richtet sich – abhängig von Anwendung und GEG-Vorgaben – nach dem Innendurchmesser der Leitung und danach, wo diese verläuft: frei im unbeheizten Keller, im Fußbodenaufbau, in einem Wand- oder Deckendurchbruch oder zwischen beheizten Räumen. Für Durchbrüche, Kreuzungen und Verbindungsstellen sieht das GEG geringere Mindestdicken vor als für frei verlegte Leitungen.
An Kaltwasserleitungen geht es nicht um Wärmeverlust, sondern um Tauwasser: Liegt die Rohroberfläche unter der Taupunkttemperatur der Umgebungsluft, schlägt sich Feuchtigkeit nieder. Neben der Dämmstärke zählt hier vor allem, dass die Dämmung lückenlos geschlossen ist – offene Stöße, Bögen und Armaturen sind die typischen Schwachstellen.
Über die Bauform entscheidet der Einbaufall: Im Neubau lässt sich die Dämmung meist vor dem Verschließen von Schlitzen und vor dem Estrich aufziehen; endlose Schläuche und Formteile sind dann erste Wahl. Im Bestand liegt die Leitung dagegen häufig schon montiert – angeschlitzte oder selbstklebende Schläuche lassen sich dort seitlich aufziehen und ohne Demontage schließen.
Marken & Qualität
Bei der PE-Rohrisolierung setzen wir auf Markenware unseres Partners NMC, dessen Climaflex®-Serie zu den etablierten PE-Schaum-Dämmungen im SHK-Bereich zählt. Maßgeblich für die Auslegung sind die Kennwerte im Datenblatt des jeweiligen Produkts – vor allem Wärmeleitfähigkeit, Temperatureinsatzbereich und Brandverhalten nach DIN EN 13501-1. Eine Übersicht unserer weiteren Marken und Lieferanten finden Sie auf der Startseite.
Häufige Fragen
Welche Dämmstärke schreibt das GEG vor?
Anlage 8 des Gebäudeenergiegesetzes nennt Mindestdicken für die Dämmung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen, gestaffelt nach dem Innendurchmesser: bis 22 mm sind 20 mm Dämmschicht gefordert, über 22 bis 35 mm sind es 30 mm, über 35 bis 100 mm entspricht die Dämmstärke dem Innendurchmesser. Für Leitungen in Wand- und Deckendurchbrüchen sowie an Kreuzungen und Verbindungsstellen gelten halbierte Werte. Die Angaben beziehen sich auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m·K); bei Dämmstoffen mit abweichendem Wert ist die Dicke umzurechnen. Verbindlich sind der Gesetzestext und das Datenblatt des eingesetzten Produkts.
PE-Schaum oder Kautschuk – wo liegt der Unterschied?
Beide sind geschlossenzellige Schäume, unterscheiden sich aber im Wasserdampfdiffusionswiderstand und im Temperatureinsatzbereich. PE-Schaum ist die übliche und wirtschaftliche Wahl für warmgehende Heizungs- und Warmwasserleitungen. Elastomerer Kautschuk hat einen deutlich höheren Diffusionswiderstand und ist biegsamer; eingesetzt wird er vor allem an Kälte-, Klima- und stark tauwassergefährdeten Leitungen. Welche Variante im konkreten Fall sinnvoll ist, klären wir gern am Telefon.
Worauf kommt es bei der Nachrüstdämmung im Bestand an?
Auf die Bauform und auf die Anschlussstellen: Über bereits montierte Leitungen lassen sich angeschlitzte oder selbstklebende Isolierschläuche seitlich aufziehen, ohne die Leitung zu demontieren. Naheliegend ist das vor allem bei frei liegenden Leitungen in unbeheizten Kellern, Garagen und Technikräumen. Kritisch sind dabei nicht die geraden Strecken, sondern Bögen, Abzweige, Halterungen und Armaturen: Bleiben sie offen, geht ein Teil der Wirkung verloren. Für diese Stellen gibt es Formteile, Endkappen und Klebeband.
Muss die Dämmung verklebt werden?
Der Schlitz eines angeschlitzten Isolierschlauchs wird verklebt oder mit Klebeband gesichert, damit er sich nicht öffnet und keine Luft im Spalt zirkuliert. An Kaltwasser- und Kälteleitungen ist das keine Kosmetik, sondern Voraussetzung für die Funktion: Jede offene Fuge ist eine Eintrittsstelle für Feuchtigkeit. Wichtig ist, Klebstoff und Klebeband auf den Dämmstoff abzustimmen – nicht jedes Band haftet dauerhaft auf PE-Schaum.
Wo liegt der Unterschied zur technischen Isolierung mit Mineralwolle?
PE-Schaum ist ein brennbarer Dämmstoff mit begrenztem Temperatureinsatzbereich; Mineralwolle (Steinwolle) ist nichtbrennbar (Euroklasse A1) und deutlich höher temperaturbeständig. Für Heizungs- und Warmwasserleitungen im üblichen Temperaturbereich ist PE-Schaum die gängige Wahl. Wo Brandschutzanforderungen bestehen oder höhere Temperaturen anliegen, kommen stattdessen Rohrschalen aus Steinwolle zum Einsatz – dafür führen wir die Kategorie Technische Isolierung Haustechnik. Ebene Dämmplatten und Filze für Wände, Decken und Dächer finden Sie unter Dämmstoffe.
Die Antworten in diesem Abschnitt stammen aus der Beratungspraxis von Holger Lenau, SHK-Großhandel in Rheinbach – seit 1986.