Komponenten eines Fußbodenheizungssystems für die Flächenheizung Sortiment

Fußbodenheizungssysteme

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Die Kategorie Fußbodenheizungssysteme umfasst die komplette Flächenheizung – vom Systemrohr über die Systemplatten bis zum Verteiler. Wir verkaufen die Systeme und vermitteln auf Wunsch Planung und Montage – für SHK-Betriebe und Bauprojekte in Rheinbach, der Voreifel und im Rhein-Sieg-Kreis.

Produktarten & Sortiment

Eine Flächenheizung ist kein Einzelprodukt, sondern ein aufeinander abgestimmtes System aus Systemrohr, Verlegeplatte, Verteiler und Regelung. Die Wahl fällt in der Praxis über den Fußbodenaufbau: Wie viel Aufbauhöhe steht zur Verfügung, kommt Nassestrich zum Einsatz, und wie wird der Wärmeerzeuger angebunden? Zu einem System gehören:

Beim Systemrohr ist die Sauerstoffdichtheit das entscheidende Merkmal: Nach DIN 4726 darf die Rohrwand nur eine eng begrenzte Menge Sauerstoff durchlassen. Ohne diese Sperrschicht – bei mehrschichtigen PE-RT-Rohren üblicherweise eine mittig eingebettete EVOH-Schicht – diffundiert Sauerstoff ins Heizwasser und greift Stahl- und Metallkomponenten an: Kessel, Pumpe, Armaturen. Im Wohnungsbau sind die Dimensionen 14 × 2 und 16 × 2 mm am verbreitetsten; darüber hinaus sind 17 × 2 und 20 × 2 mm gebräuchlich, wenn längere Heizkreise gefahren werden. Mehrschichtverbundrohre und Pressfittings für die übrige Installation finden Sie unter Rohre, Muffen & Fittings.

Typische Anwendungen im SHK-Alltag

Flächenheizungen sind im Neubau und in der Sanierung Standard – sie arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen und passen dadurch gut zu Wärmepumpe und Brennwerttechnik; im Sommer ist auch eine Kühlfunktion möglich. Für den Wärmepumpenbetrieb werden Vorlauftemperaturen im Bereich von etwa 30 bis 35 °C genannt: Je niedriger der Vorlauf, desto günstiger die Arbeitszahl.

Welches Verlegesystem zum Einsatz kommt, entscheidet der Aufbau. Im Neubau mit ausreichend Aufbauhöhe sind Noppen- und Tackersystem der Regelfall: In die Noppenplatte wird das Rohr werkzeuglos eingedrückt, das Tackersystem arbeitet mit Tackernadeln auf einer folienkaschierten Dämmplatte mit aufgedrucktem Raster. In der Sanierung ist die Aufbauhöhe das Nadelöhr – dort kommen Trockenbausysteme mit Wärmeleitblechen infrage, die ohne Nassestrich auskommen.

Der Verlegeabstand folgt dem Wärmebedarf der Fläche, nicht einem festen Raster. Gängig sind rund 10 cm in Bereichen mit hohem Bedarf, 15 cm in Wohn- und Schlafräumen und bis 20 cm in gut gedämmten Räumen; DIN EN 1264 lässt dabei eine Toleranz von etwa ±1 cm zu. Die Randzone entlang von Außenwänden und Fensterflächen wird enger verlegt als die Regelzone, weil dort mehr Wärme abfließt. Über vorgedämmte Anbindeleitungen wird schließlich der Wärmeerzeuger angebunden; auf Wunsch vermitteln wir Planung und Montage. Schellen, Montageschienen und weiteres Befestigungsmaterial für die Anbindung finden Sie unter Dichtmittel & Montagebedarf.

Marken & Qualität

Beim Flächenheizungssystem setzen wir auf Zewotherm – ein mehrschichtiges PE-RT-Heizrohr mit mittiger Sauerstoffsperre nach DIN 4726 und die zugehörigen Systemkomponenten von der Verlegeplatte bis zur Verteilertechnik. Für die Anbindung führen wir die flexiblen, vorgedämmten Rohrsysteme (Edelstahlwellrohr) von Steuernagel für Fern-/Nahwärme und Solar: Sie lassen sich über lange, erdverlegte Strecken ohne Zwischenverbindungen führen. Eine Übersicht unserer weiteren Marken und Lieferanten finden Sie auf der Startseite.

Häufige Fragen

Noppen-, Tacker- oder Trockenbausystem – wonach entscheiden?

Nach Aufbauhöhe und Flächenzuschnitt. Steht genug Höhe für Nassestrich zur Verfügung, ist die Noppenplatte bei kleinteiligen Grundrissen und wechselnden Verlegeabständen im Vorteil, das Tackersystem bei großen zusammenhängenden Flächen, die von der Rolle weg verlegt werden. Ist die Aufbauhöhe begrenzt – Altbau, Holzbalkendecke, Bestandssanierung – führt der Weg zum Trockenbausystem, das ohne Nassestrich auskommt und keine Trocknungszeit braucht. Das Gewicht ist auf Holzbalkendecken oft das zweite Argument.

Welche Estrichüberdeckung und Aufbauhöhe muss ich einplanen?

Als übliche Praxiswerte über Rohroberkante gelten rund 45 mm bei Zementestrich und rund 35 mm bei Calciumsulfat-Fließestrich, dessen bessere Wärmeleitfähigkeit die geringere Überdeckung zulässt. Verbindlich ist das nicht als starre Zahl: DIN 18560 differenziert primär nach Biegezugfestigkeitsklasse, und die Herstellerangabe des Estrichs geht vor. Trockenbausysteme liegen bei der Gesamtaufbauhöhe deutlich darunter – dafür ist die Auslegung enger an das jeweilige Systemdatenblatt gebunden.

Funktionsheizen oder Belegreifheizen – wo liegt der Unterschied?

Das Funktionsheizen nach DIN EN 1264-4 weist ein mangelfreies Gewerk nach und baut Spannungen im Estrich ab; es wird gestuft gefahren und protokolliert. Belegreifheizen ist ein davon getrennter, meist direkt anschließender Schritt, der die Restfeuchte auf die Ausgleichsfeuchte des künftigen Belags bringt. Beide werden in der Praxis gern in einen Topf geworfen – das Funktionsheizen allein belegt aber keine Belegreife. Die konkreten Temperaturstufen unterscheiden sich je nach Systemvorgabe, deshalb gilt das Protokoll des Herstellers.

Wie lang darf ein Heizkreis werden?

Als Planungsfaustregel kursieren rund 80 bis 100 m bei 16 × 2 mm und entsprechend mehr bei größeren Dimensionen. Belastbar ist die Meterangabe allerdings nur begrenzt: Das eigentliche Kriterium ist der Druckverlust des Kreises, der von Volumenstrom, Verlegeabstand und Wärmebedarf abhängt – zwei gleich lange Kreise können sich hydraulisch deutlich unterscheiden. Wo es eng wird, entscheidet die Berechnung, nicht die Faustregel.

Wann ist der hydraulische Abgleich Pflicht, und was heißt das für die Verteilerwahl?

Seit Oktober 2024 verlangt § 60c GEG den hydraulischen Abgleich bei neu errichteten wasserführenden Heizungsanlagen in Gebäuden ab sechs Wohnungen beziehungsweise Nutzungseinheiten, nach dem sogenannten Verfahren B oder einem gleichwertigen Vorgehen; kleinere Gebäude sind ausgenommen. Die Angabe ist beschreibend – maßgeblich ist der Gesetzestext im Einzelfall. Praktisch heißt das für die Auswahl: Verteiler mit voreinstellbaren Durchflussmengen oder automatischer Durchflussregelung machen den Abgleich deutlich einfacher als einfache Absperrventile ohne Voreinstellung.

Die Antworten in diesem Abschnitt stammen aus der Beratungspraxis von Holger Lenau, SHK-Großhandel in Rheinbach – seit 1986.